Austausch
im Blog mit einer französischen Schule.
http://blogpeda.ac-poitiers.fr/michele-pallet-deutsch
Apprendre le
français avec l'inspecteur Roger Duflair
http://www.polarfle.com
Un cyber
magazine pour apprendre le français
http://www.bonjourdefrance.com
Apprendre en
s'amusant avec le jeu de l'oie
http://jeudeloie.free.fr
Fiches de
vocabulaire pour débutant
http://lexiquefle.free.fr
Liefert 15 000
Texte der Top 100, auf Paroles et Musique klicken
www.chanter.com
Liedtexte:
nach Interpret oder Liedtitel auszusuchen
http://www.paroles.net
Ausspracheübungen
http://phonetique.free.fr
Wichtige Vokabeln und Redewendungen mit Ausspracheübung
http://members.shaw.ca/two.teach/2/lesphrasesutiles.htm
Französisches Kinder- und Jugendmagazin
http://www.okapi.bayardpresse.fr
Internetseite für französische Kinder
http://www.momes.net/content.html
Französisches Jugendmagazin
http://www.zoneados.fr
Alles über Frankreich nach verschiedenen Stichworten
www.frankreich-experte.de
Sammlung französischer Rezepte und Austausch darüber)
http://board.quick-web.com/seethread.php3?tid=5&login=recettesmaya
Das Internetwörterbuch (auf die französische Flagge klicken):
http://dict.leo.org
Französisch zum Selbstlernen und Üben: Alphabet, Zahlen,
Vokabeln, Grammatik, jeweils mit Aussprachebeispielen
www.zapfrench.com
Interaktive
Übungen:
www.leblan.net
Bewertungskriterien für die Zensierung im Französischunterricht
In der Fachkonferenz Französisch am 3.11.2004 wurde folgender Beschluss gefasst:
Für den Anfangsunterricht in der Klasse 6:
Schriftlich (Klassenarbeiten) 40 %
Mündlich (Mitarbeit im Unterricht) 30 %
Hausarbeit und Vokabeltests 30 %
Bei den Klassenarbeiten (5 – 7 im Schuljahr) liegt die Grenze zur 5 bei der Hälfte der zu erreichenden Punktzahl.
Ab 2. Lernjahr (von Klasse 7 bis 10)
Schüler haben ein eigenes Notenblatt, auf dem die Bewertung steht:
|
Lernbereich 1 Schriftlich 35 % |
Lernbereich 2 Mündlich 35 % |
Lernbereich 3 Arbeitsverhalten 30 % |
|
Klassenarbeiten: Grammatik Textarbeit Rechtschreibung |
Lesen Freies Sprechen Projektarbeit/Referat Hörverstehen |
Vokabelarbeiten Hausaufgaben Lernverhalten Heft- und Mappenführung |
Bei den Klassenarbeiten (5 – 7 im Schuljahr) liegt die Grenze zur 5 bei 50% bis 60% der zu erreichenden Punktzahl. Eine 1 gibt es von 100% bis 95% der zu erreichenden Punktzahl. Die Abstände der übrigen Zensuren werden gleichmäßig verteilt.
Molbergen, den 7. März 2005
Dr. Irmtraud Kannen
Fachleiterin Französisch
Anne-Frank-Schule Molbergen
Unterrichtskonzept für den Französischunterricht
In den ersten beiden Lernjahren Französisch wird überwiegend noch frontal unterrichtet, da die Schüler sehr auf das Sprechvorbild des Lehrers und die Einführung in die neuen Strukturen der Sprache durch den Lehrer angewiesen sind. Ab dem dritten Lernjahr orientiert sich der Unterricht am Modell des offenen Unterrichts und gibt der Lernerautonomie ein großes Gewicht. Die Zielsetzung, die Anzahl der Klassenarbeiten und die Benotung werden aber noch vom Lehrer bestimmt. Wesentliche Elemente des Unterrichts sind:
Lernerautonomie
Die Schüler bestimmen selber, wann sie was machen. Die einzige
Zeitvorgabe ist der Termin der Klassenarbeit. Die Arbeitsformen (Einzel-,
Partner- oder Gruppenarbeit) können selbst gewählt werden. Dadurch sollen
die Schlüsselqualifikationen wie Eigenverantwortlichkeit, Problemlösungskompetenz
und Sozialkompetenz gefördert werden.
Zielsetzung
Die Lernziele der Klassenarbeit werden vom Lehrer vorgegeben. Auch die
Bewertungskriterien werden vom Lehrer gesetzt. Innerhalb dieses Rahmens kann
sich der Schüler die inhaltlichen Ziele von Projektarbeit, freiem Sprechen
oder Lesen selbst setzen. Auch die Inhalte der Vokabelarbeiten werden vom
Schüler selbst ausgesucht, allerdings im Rahmen der vorgegebenen Lektion.
Schwerpunkte
des Unterrichts
Aufwertung der mündlichen Elemente wie Lesen und Sprechen. Mehr
sprachliche Aktivierung der Schüler, mehr ungeschützte, der Realität nahe
kommende Kommunikation, mehr Handlungs- und Kommunikationsorientierung, mehr
ganzheitliches Lernen.
Bewertung
der Leistungen
Die Aufwertung des Mündlichen findet seine Widerspiegelung durch die
Bewertungskriterien, denn die mündlichen Leistungen werden genauso
gewichtet wie die schriftlichen. Bei den mündlichen Leistungen ist die
Fehlertoleranz des Lehrers gefordert, was für ihn ein neues Rollenverständnis
ist. Die Schüler bekommen pro Halbjahr ein neu entworfenes Lernkontrollblatt
mit den Bewertungskriterien, auf dem sie die Noten des Lehrers
protokollieren können. Es gibt keine Noten mehr im Lehrerkalender.
Rolle
des Lehrers
Er aktiviert und unterstützt
die Schüler, zeigt Lernziele auf, stellt Materialien bereit, informiert über
Lernstrategien, berät die Schüler, diskutiert und bewertet ihre
Ergebnisse. Der Lehrende muss Vertrauen in den Lernprozess und das Ergebnis
des Lernenden haben. Die Beziehungskultur (Wertschätzung – Vertrauen –
Verantwortung – Anerkennung) hat einen großen Stellenwert. Der Lehrer plant nicht die
einzelne Unterrichtsstunde, sondern die Unterrichtsorganisation. Allerdings
hat er immer den Lernfortschritt im Auge und greift gelegentlich steuernd
ein.
Rolle
des Schülers
Er ist selbständig und aktiv,
er muss nicht mehr nur zuhören und reagieren, er lernt in Gemeinschaft, ist
kooperativ und sozial, wählt selbständig Lernmaterialien, Lernhilfen,
Lernpartner und Lernzeiten, überprüft
selbst einzelne Lernschritte. Die
Lernenden profitieren von dieser Art von Unterricht, da sie ihnen
Verantwortung zutraut und zumutet: Sie lernen z.B. eigene Lernmuster zu
erkennen und zu nutzen, sie erfahren, wie man sich mögliche Lerninhalte
erschließt und welche Materialien oder Hilfen man dabei benötigt. Sie
finden heraus, wie man die verfügbare Lernzeit verplant oder wie man
geeignete Lernformen wählt.
Lernstrategien
Den Schülern werden einige Lernstrategien (Arbeit mit dem Lehrwerk, der
Grammatik und dem Wörterbuch, Vokabellernstrategien,
Sprachgebrauchsstrategien) erläutert und empfohlen. Daneben soll das Lernen
an Stationen und in Projekten geübt werden.
Portfolio
Zum Unterrichtskonzept brauchen die Schüler verschiedene
Arbeitsmaterialien, die sie sich zu Beginn des Schuljahres besorgen müssen.
Neu ist die Portfolioarbeit, zunächst in einem Heft, später in einer
Mappe.
Lernprotokollheft
In diesem Heft führt jeder Schüler
in Stichworten auf, was er im Unterricht gemacht hat. Der Lehrer zeichnet
die Hausaufgabenkontrolle dort ab und macht Bemerkungen zum Lernverhalten im
Unterricht (falls notwendig).
Unterrichtsraum
Die Schüler müssen freien Zugang zu allen Materialien haben. Nicht der
Lehrer präsentiert häppchenweise Neues (Osterhasenpädagogik), sondern die
Schüler suchen sich ihr Lernmaterial selber. Um das auch praktisch durchführen
zu können, wurde ein Fachraum eingerichtet, der die Schüler mit französischen
Plakaten umgibt und ihnen die Möglichkeit gibt, in französischen Büchern
und Materialien zu stöbern oder auch gezielt Übungen auszusuchen oder Wörterbücher
zu benutzen. Im Schrank ist Platz für die Mappen der Schüler, so dass sie
in jeder Stunde benutzt und ergänzt werden können.
Frontalunterricht
Etwa 5 bis 10 % ist noch Frontalunterricht. Er wird nicht vom Lehrer
geplant, sondern ergibt sich aus der Unterrichtssituation auf Verlangen der
Schüler („Können Sie uns das mal an der Tafel erklären“). Der
Unterricht ist für den Lehrer wesentlich entspannender, obwohl er die ganze
Zeit in Aktion ist.
Hausaufgaben
Die Schüler geben sich selbst Hausaufgaben auf, die am Ende jeder Stunde
vom Lehrer durch Abhaken im Schulplaner genehmigt und zu Beginn der
folgenden Stunde durch Abhaken im Lernprotokollheft kontrolliert werden.
Offenes
Lernen
Das offene Lernen soll immer mehr eingeübt werden, so dass in Zukunft auch
die Schüler selbst ihre Ziele setzen können.
vgl. dazu die Stufen des offenen Lernens aus:
Methodenkultur im Fremdsprachenunterricht von Ute Rampillon und Dr. Helmut
Reisener in: Praxis Fremdsprachenunterricht 4/2004, S. 245
Stufen des offenen Lernens
Stufe 1 : Selbstständigkeit als unterrichtliches Prinzip. Die Teilnehmenden erarbeiten in bestimmten Seminarphasen selbstständig die (neuen) Inhalte. Zu diesem Zweck Rücknahme der Vortragsform und Zunahme von Kreativitätstechniken, Teamarbeit, eigenem Experimentieren und Erproben, Nachschlagen am bereitgestellten Büchertisch, Erfragen, Erkunden, Austausch über Ergebnisse etc.
Stufe 2: Lernen mit dem Arbeitsplan. Die Teilnehmenden arbeiten nach einem Arbeitsplan, den sie - im Rahmen der vorgegebenen Bedingungen (Ziele, verfügbare Zeit, Medien und Materialien, Lernpartner etc.) - selber erstellen (Vorlage von Formblättern durch Lehrer oder Lehrerin bzw. Kursleiter oder Kursleiterin.) und nach dem sie für längere Phasen einer Lehr- /Lernveranstaltung individuell oder im Team an die konkrete Arbeit gehen. Eventuell plenare Zwischenschritte zum gegenseitigen Bericht der Teilnehmenden über erreichte Teilziele.
Stufe 3: Lernen an Lernzirkeln oder an Stationen. Inhalte und Aufgaben werden hier noch durch den Kursleiter bzw. die Kursleiterin vorgegeben. Die Reihenfolge liegt im Lernzirkel fest, ist aber beim Stationenlernen frei und kann von den Teilnehmenden selbst bestimmt werden. Sie entscheiden auch über die Verteilung der verfügbaren Zeit auf die einzelnen Stationen, die Pausen, die Einbeziehung von Arbeitsmaterialien, von Lernpartnern etc.
Stufe 4: Lernen in der Lernwerkstatt. Lernen findet hier in einer für die Teilnehmenden relevanten Umgebung statt, d. h.: vielfältige unterschiedliche und animierende Arbeitsmaterialien und (neue) Medien stehen bereit, um die selbstständig gesetzten Arbeitsziele zu erreichen. Inhaltliche Vorgaben oder gar Festlegungen gibt es nicht. Häufige Arbeitsform in der Lernwerkstatt ist die Freiarbeit.
Stufe 5: Lernen im Selbstlernzentrum. Das Selbstlernzentrum bietet Lernanreize für einen oder mehrere ausgewählte inhaltliche Schwerpunkte, z. B. das Sprachlernzentrum. Auch hier erhält der Teilnehmende keine Vorgaben, sondern setzt sich seine Ziele selber und trifft Entscheidungen bezüglich der Rahmenbedingungen (Zeit, Partner, Ziele, Inhalte, Medien). Lernwerkstätten und Lernzentren können ohne vorherige Einladung, ohne vorangehende organisatorische Maßnahmen durch Einzelpersonen oder Kleingruppen frei genutzt werden. Sie können auch als Bausteine in Kursen und Lehrgängen eingesetzt werden.
Stufe 6: Freies autodidaktisches Lernen. Es kann selbst initiiert und jederzeit stattfinden und erfährt keine externe Steuerung, es sei denn, sie wird durch den Lernenden selber herbeigeführt (z. B. Einbeziehung von Lernprogrammen).
Evaluation
In den ersten drei Jahren des neuen
Unterrichtskonzeptes ist der Unterricht mit Hilfe eines Fragebogens überprüft
worden. Als Ergebnisse der Evaluation wurde das Lernkontrollblatt überarbeitet
(Kriterien der Wiederholung und DELF eingefügt) und die Methode der Lerninsel
(Lehrer lernt und übt mit einer Kleingruppe, die sich spontan findet) eingeführt.
Auf der Homepage der Anne-Frank-Schule (Unterricht → Französisch) sind
die Ergebnisse der Evaluation nachzulesen.
August 2007
Dr. Irmtraud Kannen
(Fachleiterin Französisch)
Evaluation des Offenen Unterrichts von der Klasse 10 im Schuljahr 2009/2010